Mitgliederversammlung mit Zeitenwende

von Helmut Wurster


Ende Mai 2023 fand in den Räumlichk
eiten der Gaststätte Sportheim Sirnau die jährliche Mitgliederversammlung statt.
Der Einladung waren 30 IPA-Freunde und drei Gäste gefolgt.
Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch den Verbindungsstellenleiter Helmut Wurster, wurde IPA-Freund Andreas Müller einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt.

Anschließend folgte die Totenehrung für die verstorbenen IPA-Mitglieder Horst Stadtelberger, Robert Seifried und Thomas Stadelmaier.
Im weiteren Verlauf berichtete Helmut Wurster über die Aktivitäten des letzten Jahres. Zunächst zu den Stammtischen, welche mit unterschiedlichsten Teilnehmerzahlen stets stattgefunden hatten, wobei der Stammtisch beim Mexikaner Joe Penas in Essli
ngen mit nahezu 20 Teilnehmern der Spitzenreiter war.
Mitglieder unserer Verbindungsstelle besuchten IPA-Freunde im In- und Ausland, wie etwa an der Westküste der USA, in Udine, Prag, Südafrika, Katalonien, Potsdam und im schweizerischen Amriswil.

Aber es wurden auch IPA-Freunde nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland betreut, wie etwa Freunde der IPA Bergstraße und der IPA Tarragona in Prag, sowie IPA-Freunde aus Essen in Esslingen.
Erwähnenswert ist die Betreuung von drei Kormoranen, Kollegen der Flussabteilung der Stadtpolizei von Prag, bei deren Besuch der Wasserschutzpolizei von Brandenburg. Der besondere Dank gilt an dieser Stelle Thomas Loschek, dem Leiter der Wasserschutzpolizei dieses Bundeslandes und der IPA-Landesgruppe von Brandenburg, sowie Manfred Rupprecht, dem Leiter der Verbindungsstelle von Potsdam.

Beeindruckend war das erste Deutsch-Ukrainische Stelldichein bei IPA-Freund Michael „Icke“ Bromber mit dem Vizepräsidenten der ukrainischen IPA-Region Zytomyr, Mikhail Holubien, welches im Beisein von IPA-Freund Oskar Sauer und Helmut Wurster stattgefunden hatte.
Die Newsletter berichteten wie immer über diese Esslinger IPA-Aktionen.
Auf die Schnelle noch ein Wort über M
ichael „Icke“ Bromber, der immer wieder mit besonderen IPA-Aktionen begeistern kann!
Unvergessen das Jahr 2016, als „Icke“ kurzerhand drei Kormorane von der Stadtpolizei Prag in seinem Haus für den Zeitraum deren Esslinger Besuches einquartierte. Der Dank gilt auch seiner Frau Bärbel.
Nicht vergessen werden solche Aktionen aber auch bei den „Betroffenen“, denn der Esslinger Verbindungsstellenleiter konnte an der Mitgliederversammlung dem leidenschaftlichen S
ammler von Polizei- und Feuerwehreffekten ein T-Shirt der Feuerwehr von Prag 1 übergeben, welches er bei seinem letzten Pragbesuch von den Kormoranen für „Icke“ erhalten hatte.

Der Applaus aller Anwesenden war „Icke“ sicher.

Schließlich gab Helmut Wurster noch einen Ausblick auf das restliche Jahr (über die Fachtagung in der Polizeischule Amriswil sowie den Besuch des Weihnachtsmarktes in Prag wurde bereits berichtet).
Die geplante Reise ins Saarland im Oktober dieses Jahres musste wegen entsprechender Teilnehmerzahlen leider abgesagt werden.
Ob es nun im Jahr 2024 eine gemeinsame Reise geben wird, steht noch in den Sternen, wobei für den Esslinger Verbindungsstellenleiter der Besuch des Jubiläums der IPA Tarragona im Oktober 2024 eindeutig im Vordergrund steht.
Danach wurde über die aktuelle Mitgliederzahl berichtet, welche 512 beträgt.
Abschließend bedankte er sich beim Vorstandteam der Verbindungsstelle sowie allen IPA-Freunden für die Zusammenarbeit, wobei „Spezialhelferlein“ Erich Stiedl für seine stetige Hilfsbereitschaft wie immer besonders erwähnt wurde.
Es folgte nun der Kassenbericht durch Schatzmeisterin Michaela Malaschitz, die für die Verbindungsstelle einen erfreulichen Kassenbestand vermelden konnte. Die Prüfer bescheinigten ihr einmal mehr eine tadellose Kassenführung, die die einstimmige Entlastung des Vorstandes zur Folge hatte.
Danach wurden IPA-Freunde für ihre langjährige IPA-Mitgliedschaft geehrt.
Für die 40-jährige Mitgliedschaft konnten die IPA-Freunde Reinhard Ruber und Eugen Kohler geehrt werden. Ein besonderer Dank an dieser Stelle gilt unserem „Südafrikaner“ Eugen, der seit Jahren IPA-Freunden bei deren Reise in die Regenbogennation mit Rat und Tat beiseite steht.

Weitere IPA-Freunde mit 40-jähriger Mitgliedschaft sind Birgit Horndasch und Wulf-Herbert Reichardt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft konnten die IPA-Freunde Gerhard Deffner und Ralf-Friedrich Lange geehrt werden.

Weitere IPA-Freunde mit 25-jähriger Mitgliedschaft sin Annette Leyrer, Jürgen Briki, Hendrik Kaiser, Wolfgang Lindner, Stefan Lung, Markus Merk, Ulrich Steiner und Jens-Uwe Weyhreter.
Alle Jubilare erhielten neben der Urkunde und der silbernen Ehrennadel ein Präsent der Verbindungsstelle.

Nach den Ehrungen blickte Helmut Wurster zunächst auf die Vorstandsarbeit der vergangenen Jahre zurück, bevor er einen Ausblick auf die Zukunft der IPA Esslingen, Stichwort Zeitenwende, gab:
– der Vorstand der IPA Esslingen hat seit Jahren einen guten Job gemacht; die jährlichen IPA-Reisen, Besuche von Veranstaltungen im In- und Ausland, wie etwa das Stadtfest und das Motorradtreffen in Udine, der Partnerstadt von Esslingen, die Teilnahme am Tag der Polizei in Prag sowie am Jubiläum der IPA-Region Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein seien hier beispielshaft genannt. Aber auch die Betreuung der Kormorane von Prag bei deren Besuchen deutscher Wasserschutzpolizeien kann sich sehen lassen (alles auf der Homepage der Verbindungsstelle in den Newslettern nachzulesen).
In diesem Zusammenhang zitierte er gerne die Worte des deutschen IPA-Präsidenten Oliver Hoffmann, welche er in seinem Rundschreiben vor über einem Jahr geschrieben hatte: eines unserer Ziele wird es sein, die Freundschaften zu den IPA-Sektionen auf der Welt zu intensivieren beziehungsweise auszubauen, um so den Boden für einen freundschaftlichen Austausch mit den deutschen Mitgliedern zu bereiten.
Und bei der IPA Esslingen rennt er diesbezüglich offene Türen ein.

– soweit so gut! Aber die viel zitierte Zeitenwende hat im Hinblick auf die Wahlen im Jahr 2025 auch die IPA Esslingen erreicht.
Was heißt dies nun für diese Verbindungsstelle:

a) Schatzmeisterin Michaela Malaschitz, die seit 2010 dieses Amt bekleidet, wird aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antreten.
b) Verbindungsstellenleiter Helmut Wurster, der seit 2009 dieses Amt innehat, wird aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antreten. Und hierzu diese netten Worte aus Katalonien:
die Körperenergie ist die Muttersprache; du verstehst sie mehr als Worte!

Das heißt nun für die IPA Esslingen, Nachfolger oder Nachfolgerinnen für diese beiden Ämter zu finden. Der geschäftsführende Vorstand wird Ausschau nach einem solchen Personenkreis halten. Dieser wird entsprechend angesprochen und ihm selbstverständlich einen Einblick in die Vorstandarbeit gegeben, wobei diese aber sehr individuell gestaltet werden kann.
Allerdings sollte man eines stets im Blick haben: Vereinsarbeit ist Ehrenamt und setzt natürlich auf Freiwilligkeit. Ein Muss darf und kann es nicht geben!!

Nach diesen Ausführungen von Helmut Wurster beendete IPA-Freund Andreas Müller die Mitgliederversammlung.
Der Abend endete schließlich mit einem leckeren Abendessen und zahlreichen netten Gesprächen unter den Teilnehmern.

Esslinger IPA-Freunde konnten die ukrainische Küche genießen

von Helmut Wurster

Ende Mai wurden die Esslinger IPA-Freunde Michael „Icke“ Bromber, Oskar Sauer und Helmut Wurster sowie deren Ehefrauen von dem ukrainischen Ehepaar Olena und Mikhail Holubiev zu einem gemeinsamen Abendessen in deren Wohnung eingeladen.
In Folge konnten die Schwaben nicht nur Borschtsuppe sondern auch u. a. Wareniki, gefüllte Teigtaschen, so richtig genießen, welche natürlich in der heimischen Küche selbst
zubereitet wurden.
Zur Erinnerung: Mikhail und Olena gehören dem geschäftsführenden Vorstand der ukrainischen IPA-Region Schytomyr an und bewohnen seit letztem Jahr mit Sohn und der Mutter von Olena eine Wohnung in Nürtingen, welche ihnen von der Esslinger IPA-Freundin Anne Hustoles zur Verfügung gestellt worden ist; die N
L 2/2022 und 1/2023 hatten bereits über entsprechende „servo-per-amikeco-Aktionen“ berichtet.
Bei diesem Treffen fanden erneut nette Gespräche statt, wobei nicht nur über den Ukrainekrieg und mögliche Ukrainehilfen gesprochen wurden.

Nach dem Austausch von Gastgeschenken händigte Mikhail den drei Schwaben eine Urkunde für besondere Dienste aus, die vom ukrainischen IPA-Präsidenten Andriy Vasylyshyn ausgestellt wurde und über die sich die Esslinger sehr gefreut haben.
Ein besonderer Dank gebührt an dieser Stelle aber den beiden IPA-Freunden Michael „Icke“ Bromber und Oskar Sauer für deren stetige Ukrainehilfe vor Ort. Zweimal Chapeau!!

Erneut katalanisch-schwäbische Begegnungen in der Goldenen Stadt

von Helmut Wurster

Das Zitat von Franz Kafka „Prag lässt nicht los, das Mütterchen hat Krallen“ scheint wohl auch für Anton Casas, den Leiter der IPA Tarragona zu gelten, denn Ende des letzten Jahres äußerte er mir gegenüber den Wunsch, nach 2017 ein weiteres Mal mit IPA-Freunden von der Iberischen Halbinsel die Goldene Stadt zu besuchen. Und so war es für die Schwaben Erich Stiedl und Helmut Wurster erneut eine Selbstverständlichkeit, ihm bei der Vorbereitung der Reise und auch als „Helferlein“ vor Ort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Während ihres viertägigen Aufenthaltes im Mai dieses Jahres konnten Anton und seine sechs Begleiter Prag nicht nur mit dem Bus, zu Fuß und auf der Schiene erkunden, sondern sie hatten auch die Möglichkeit,
die Polizeistation der „Flussabteilung“ der Stadtpolizei Prag zu besichtigen. Die Fahrt mit dem Polizeiboot auf der Moldau galt dabei als eines der Highlights des diesjährigen Besuches.
Der besondere Dank gebührt an dieser Stelle den Verantwortlichen der Stadtpolizei sowie den Kormoranen Jirka Šelemba, Rudolf Dolák und Petr Šumsal.

Und natürlich gab es auch ein Wiedersehen mit Freunden der IPA-Verbindungsstelle 124 Praha, wie etwa mit Romana Juzova und Adolf Polák, mit denen ein gemeinsamer abendlicher Stammtisch in dem berühmten, historischen Restaurant U Fleků stattgefunden hatte.

Mittlerweile haben auch in zwei Esslinger Haushalten „diverse katalanische IPA-Spuren“ dieser Betreuungstour ihren Platz gefunden!

Revanche hervorragend geglückt: Schwäbische IPA-Freunde begrüßen die IPA Essen am Neckarstrand

von Helmut Wurster


Endlich war es so weit!! Im Jahr 2017 besuchten zahlreiche Mitglieder unserer Verbindungstelle das Ruhrgebiet und u. a. die damals als „Grüne Hauptstadt“ Europas ausgezeichnete Stadt Essen, wo sie von dem dortigen Verbindungsstellenleiter Rainer Wittka und seinem Team vor Ort bestens betreut wurden.
Damals vereinbarten die beiden Verbindungsstellenleiter auch einen Gegenbesuch der Alten Reichsstadt und diese Vereinbarung wurde nun im Mai dieses Jahres in die Tat umgesetzt.
Während ihres viertägigen Aufenthaltes konnten die sieben Freunde aus dieser Ruhrstadt nach deren Begrüßung im Hotel und dem gemeinsamen Stammtisch auf der Burg zunächst Wissenswertes über Esslingen erfahren, wobei unser Esslinger IPA-Freund Gerd Aigner einmal mehr seine besondere Qualität als „Esslinger Stadtführer“ unter Beweis gestellt hatte. Chapeau Gerd!!
Und so stand u. a. neben der Besichtigung der Burg, des Marktplatzes mit der Stadtkirche St. Dionys, des romantischen Stadtviertels Kleinvenedig auch der Besuch der ältesten Sektkellerei Deutschlands auf dem Programm, welchen die Gäste von der Ruhr besonders genossen hatten.

Am nächsten Tag ging es dann nach „Stuagat“.
Mit S- und U-Bahn ging es zum Fernsehturm der Landeshauptstadt und erfreuten sich dort an einem großartigen Ausblick auf die umliegende Region. Danach kehrten sie nach einem Bummel über die Königsstraße wieder nach Esslingen zurück, wo sie sich in einer entsprechenden Lokalität für schwäbische Maultaschen begeistern konnten.

Schließlich hieß es wieder Abschied nehmen und zufriedene „Ruhrpottler“ mussten mit einem „Auf Wiedersehen“ ihre Heimreise antreten.
Und ein Wiedersehen ist bereits für das Jahr 2024 geplant!!
Und wo? Nach 2019 geht es wieder in die Goldene Stadt.
Die Planung hierüber befindet sich bereits in vollem Gange.
Und so verbindet diese beiden Verbindungsstellen nicht nur die ersten drei Buchstaben im Städtenamen, sondern auch jede Menge IPA-Freundschaft!
Der Dank gilt an dieser Stelle unserem Stadtführer Gerd sowie den beiden betreuenden IPA-Freunden Erich Stiedl und Michael Müller für ihr besonderes servo per amikeco!!

Esslinger IPA-Freund besucht die West Coast der USA

von Daniel Emmert

Im April 2023 bereiste ich zusammen mit meiner Frau und unserem knapp einjährigen Sohn die Westküste der USA. Während unseres Trips bot sich uns die Gelegenheit einzelne Dienststellen unserer amerikanischen Kollegen zu besuchen.
Gestartet in San Francisco, CA, bekamen wir die Möglichkeit bei der Central Police Station des San Francisco Police Departments Einblicke in deren Arbeit zu gewinnen.

Im weiteren Verlauf unserer Reise besuchten wir das Los Angeles Police Department. Auch dort konnten wir durch offene, freundliche und motivierte Officer großartige Einblicke und Informationen rund um die Polizeiarbeit in Erfahrung bringen. IPA-Patches und Tasse sorgte auch hier für große Freude bei den Kollegen des LAPD.

Zum Abschluss unserer Reise in San Diego, CA, ergab sich für uns on top die Gelegenheit das San Diego County Sheriff Department zu besuchen. Vergleichbar mit der Kriminalpolizei zeigte uns ein Sergeant vor Ort deren Räumlichkeiten. Dadurch bekamen wir zudem kurze Einblicke in die jeweiligen Arbeitsbereiche des Departments (Robbery Special Division, Homicide Division, Commercial Crimes Division, Cold Case Division, Special Assault & Investigation Division).
Neben Führungen durch verschiedene Diensträumlichkeiten sowie die Besichtigungen unterschiedlichster Fahrzeuge und Equipment waren vor allem die vielen polizeilichen Kontakte und Gespräche im Verlauf unserer Reise sehr spannend und informativ.

Zum Dank an meine Familie, die mir die jeweiligen Besuche im Rahmen unserer Reise ermöglichte, geht ein großer Dank auch an die IPA Esslingen, welche mir vor Reisebeginn u.a. Patches, Tassen, Kugelschreiber etc. zur Verfügung stellte. So konnten wir entsprechend an den jeweiligen Orten ein Präsent hinterlassen.

Anmerkung Helmut Wurster:
Lieber Daniel mit Familie: Chapeau!!

Mis prácticas en Barcelona – zweiwöchige Hospitation bei der katalanischen Regionalpolizei Mossos d’Esquadra

von IPA-Freundin und Studentin an der HfPolBW Paulina Ehrlich

Katalonien hat insgesamt vier Polizeien: Mossos d’Esquadra, Guardia Urbana, Policía Nacional und Guardia Civil.

Bei den Mossos d’Esquadra, wo insgesamt ca. 18.000 Mitarbeiter eingestellt sind, konnte ich für zwei Wochen mein Auslandspraktikum in Barcelona machen.

Die Mossos d’Esquadra sind unter anderem für die öffentliche Sicherheit sowie für kriminalpolizeiliche Ermittlungen zuständig.

Die Ausbildung der Mossos d’Esquadra beginnt am Institut de Seguretat Pública de Catalunya in Mollet del Vallès, wo neben Theorieunterricht auch Sport, Einsatz- sowie situatives Handlungstraining für insgesamt neun Monate stattfindet – vergleichbar mit der neunmonatigen Vorausbildung während des Studiums bei der Polizei Baden-Württemberg. Zum Abschluss folgt ein einjähriges Praktikum.

Eine Voraussetzung für die Einstellung bei den Mossos d’Esquadra ist, dass man katalanische Sprachkenntnisse nachweisen muss, da beispielsweise über Funk auf Katalanisch kommuniziert wird.

Im ca. 25 Minuten von Barcelona entfernten Sabadell befindet sich das Einsatzzentrum der Mossos d’Esquadra, wo unter anderem die Hubschrauberstaffel, die Hundestaffel, die Brigada Móvil sowie die GEI vertreten sind (GEI = Grup especial d’intervenció; entspricht unserem SEK).

Die soeben beschriebenen Einheiten bzw. Örtlichkeiten, die beiden Notrufzentralen (Sala de Comunicaión in Barcelona und die Notrufzentrale in Reus) sowie das Commisaría in der Travessera de Les Corts, wo sich auch die Gewahrsamseinrichtung von Barcelona befindet, wurden mir in der ersten Woche vorgestellt.

Barcelona hat ca. 1,6 Millionen Einwohner und lässt sich in insgesamt zehn Viertel einteilen. In der zweiten Woche habe ich im Commisaría am Plaça d’Espanya gearbeitet, welche sich in dem Viertel Eixample befindet.

Dort bin ich zuerst drei Tage zusammen mit einer Kollegin, die die ganze Woche für mich zuständig war, in Zivil und mit Schutzweste bei einem Streifenteam mitgefahren. Bei den Einsätzen konnte ich also als vierte Person dabei sein und sehen, wie die spanischen Kollegen die Fälle vor Ort lösen (Maßnahmen, Sachbearbeitung).  

An den beiden anderen Tagen war ich Teil eines Teams der zivilen Einheit Fura. Deren Aufgabe besteht darin, vor allem an touristischen Örtlichkeiten Taschendiebe zu sichten bzw. zu observieren und dann ggf. festzunehmen.    

Durch das Auslandspraktikum in Barcelona konnte ich die Erfahrung sammeln, in einer Großstadt Streife zu fahren und somit die Unterschiede/Gemeinsamkeiten zum polizeilichen Alltag auf einem ländlicheren Revier erkennen.

Die offizielle polizeiliche Sprache bei den Mossos d‘Esquadra ist Katalanisch.

Da die Kollegen aus Barcelona jedoch auch castellano sprechen, habe ich mich mit ihnen dank meines Spanischstudiums problemlos auf castellano unterhalten können und konnte gleichzeitig auch einige katalanische Vokabeln lernen.

Insgesamt zählt meine Zeit in Barcelona zu den schönsten Momenten, die ich während des Polizeistudiums erlebt habe – unvergessliche Einsätze, neue Freundschaften und sogar ein Stadionbesuch im Camp Nou war dabei!

Bedanken möchte ich mich herzlichst bei der IPA, vor allem bei Laia Gaston Massuet, Tere Comellas und Helmut Wurster aus Esslingen, sowie bei der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg und den Verantwortlichen der Mossos d‘Esquadra, die mir diese Hospitation und die damit verbundene Reise nach Catalunya ermöglicht haben!

Moltes gràcies!

Deutsch-Ukrainisches IPA-Stelldichein

von Helmut Wurster

Anfang März fand auf Einladung des Esslinger IPA-Freundes Michael „Icke“ Bromber ein Treffen mit dem ukrainischen IPA-Freund Mikhail Holubien statt, an dem die Esslinger IPA-Freunde Oskar Sauer und Helmut Wurster sowie die Ehefrauen von „Icke“, Oskar und Mikhail teilgenommen hatten. Ebenfalls anwesend war die Ukrainerin Olena Maksymchuk, die seit einem Jahr in einer von „Icke“ zur Verfügung gestellten Wohnung untergebracht ist.

Seit etwa dem gleichen Zeitraum bewohnt Mikhail mit seiner Familie eine Wohnung in Nürtingen, die von IPA-Freundin Anne Hustoles für ihn bereitgestellt wurde (Der NL 2/2022 der IPA ES hatte bereits über diese beiden Servo-per-amikeco-Aktionen berichtet).

Mikhail ist 52 Jahre alt und war 27 Jahre Polizeibeamter in der Ukraine, als er aufgrund einer Verletzung, die er in Ausübung seines Dienstes in der Ostukraine erhalten hatte, als Polizeioberst in den Ruhestand versetzt worden ist. Bleibt anzumerken, dass die Mindestdienstzeit in der ukrainischen Polizei 25 Jahre beträgt.

Seit 2001 ist Mikhail Mitglied der ukrainischen IPA-Region Schytomyr und hat dort seit 2005 die Funktion des stellvertretenden Leiters und gleichzeitig des Sekretärs inne. Seine Ehefrau Olena ist ebenso in dieser IPA-Familie als Schatzmeisterin tätig.

Und so fanden bei einem gemeinsamen Abendessen in entspannter Atmosphäre nette Gespräche statt, wobei sowohl Mikhails Gemahlin mit ihren englischen als auch Olena Maksymchuk mit ihren mittlerweile in einem Deutschkurs erlernten Sprachkenntnissen als Dolmetscherinnen zur Verfügung standen.

Der besondere Dank galt an diesem Abend der Familie Bromber für ihre Gastfreundschaft.

Selbstverständlich wurden bei diesem Treffen auch Gastgeschenke ausgetauscht, wobei die drei Esslinger IPA-Freunde Mikhail auf dessen besonderen Wunsch hin eine entsprechende Anzahl an Tourniquets (Abbindesystem zur Blutstillung stark blutender Extremitätenwunden) überreichen konnten, welche für einen Hilfstransport in die Ukraine bestimmt waren.  Wenige Tage nach diesem Treffen erfuhren die drei von Mikhail, der derartige Hilfstransporte organsiert, dass die Tourniquets mit der entsprechenden Bezeichnung mittlerweile am Ziel angekommen sind.  

Schwaben besuchten das vorweihnachtliche Prag

von Helmut Wurster

32 IPA-Freunde der Verbindungsstellen Esslingen, Stuttgart und Wiesensteig brachen Anfang Dezember auf, um der Goldenen Stadt an der Moldau einen Besuch in der vorweihnachtlichen Zeit abzustatten. Mit von der Partie war der Esslinger Verbindungsstellenleiter Helmut Wurster, der in den vergangenen Jahren die tschechische Hauptstadt über hundertmal besucht hatte. Und während ein Teil der Pragbesucher nicht nur die Weihnachtsmärkte genießen durfte, konnte der Esslinger wissensdurstigen Schwaben einiges über den böhmischen Reformator Jan Hus, die Fensterstürze in Prag und den Heiligen Nepomuk erzählen.

Bei gemeinsamen Abendessen aller Reiseteilnehmer wurden gewonnene Eindrücke von der matka měst, der Mutter der Städte, wie Prag auch genannt wird, ausgetauscht.

Natürlich fanden während dieses Aufenthaltes auch Begegnungen mit den IPA-Freunden der Verbindungsstelle IPA 124 Praha statt. Bei deren Weihnachtsfeier wurde den Esslingern ein schriftliches Dankeschön des Polizeipräsidenten Eduard Šuster für die sehr gute Zusammenarbeit anlässlich deren Beteiligung an der Feier zum 30jährigen Bestehen der Stadtpolizei von Prag, die im Mai stattgefunden hatte, ausgehändigt.

Schließlich kamen auch einige Eishockeyfreunde voll auf ihre Kosten.

Bei dem Besuch des Eishockeyspieles HC Slavia Praha gegen HC Baník Sokolov konnten die schwäbischen Slavia-Anhänger einen 3:1-Sieg Ihrer Mannschaft bejubeln.

Erneut mit Esslinger Beteiligung: der 14. Fachtag der IPA-Region Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein

von Helmut Wurster

Seit acht Jahren nehmen Esslinger IPA-Freunde am Fachtag ihrer befreundeten IPA-Region Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein teil. Mitte November war es dann wieder soweit, denn in der Polizeischule in Amriswil fand die 14. Veranstaltung dieser Art statt. 

Nach der schon traditionellen Begrüßung durch Alexander Hanselmann, dem Präsidenten dieser Region, konnten die fünf angereisten Esslinger Anke Lißner, Patricia Wank, Michael Müller, Erich Stiedl und Helmut Wurster in kurzweiligen Vorträgen Wissenswertes zunächst über die Bergung eines abgestürzten Kleinflugzeuges aus dem Bodensee erfahren; im Anschluss wurde dann über die Zusammenarbeit einer schweizerischen Kantonalbank mit der Polizei berichtet. Schließlich lauschten sie den Ausführungen des Berner Kriegsfotografen Alex Kühni, der Mitte April nach Kiew gereist ist und dort Zeuge des ukrainischen Widerstandsgeistes und des unvorstellbaren Leids geworden ist.

Neben dem schon üblichen Programmablauf stand natürlich auch die Wiedersehensfreude zu den Organisatoren um Präsi Alex im Vordergrund.

Schließlich konnten die Schwaben nach dem gemeinsamen Mittagessen am Ende der Veranstaltung wieder ihre mehrstündige Heimreise antreten. Der Dank gebührt schließlich einmal mehr Alexander Hanselmann und seinem IPA-Team für die vorzügliche Organisation dieses Events.

Auf dem Foto von links: Manfred Blaser, Bereichsleiter für Planung und Technik an dieser Polizeischule, Präsi Alex und die Schwaben Erich, Anke, Michael, Patricia und Helmut.