Schwaben besuchten das vorweihnachtliche Prag

von Helmut Wurster

32 IPA-Freunde der Verbindungsstellen Esslingen, Stuttgart und Wiesensteig brachen Anfang Dezember auf, um der Goldenen Stadt an der Moldau einen Besuch in der vorweihnachtlichen Zeit abzustatten. Mit von der Partie war der Esslinger Verbindungsstellenleiter Helmut Wurster, der in den vergangenen Jahren die tschechische Hauptstadt über hundertmal besucht hatte. Und während ein Teil der Pragbesucher nicht nur die Weihnachtsmärkte genießen durfte, konnte der Esslinger wissensdurstigen Schwaben einiges über den böhmischen Reformator Jan Hus, die Fensterstürze in Prag und den Heiligen Nepomuk erzählen.

Bei gemeinsamen Abendessen aller Reiseteilnehmer wurden gewonnene Eindrücke von der matka měst, der Mutter der Städte, wie Prag auch genannt wird, ausgetauscht.

Natürlich fanden während dieses Aufenthaltes auch Begegnungen mit den IPA-Freunden der Verbindungsstelle IPA 124 Praha statt. Bei deren Weihnachtsfeier wurde den Esslingern ein schriftliches Dankeschön des Polizeipräsidenten Eduard Šuster für die sehr gute Zusammenarbeit anlässlich deren Beteiligung an der Feier zum 30jährigen Bestehen der Stadtpolizei von Prag, die im Mai stattgefunden hatte, ausgehändigt.

Schließlich kamen auch einige Eishockeyfreunde voll auf ihre Kosten.

Bei dem Besuch des Eishockeyspieles HC Slavia Praha gegen HC Baník Sokolov konnten die schwäbischen Slavia-Anhänger einen 3:1-Sieg Ihrer Mannschaft bejubeln.

Erneut mit Esslinger Beteiligung: der 14. Fachtag der IPA-Region Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein

von Helmut Wurster

Seit acht Jahren nehmen Esslinger IPA-Freunde am Fachtag ihrer befreundeten IPA-Region Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein teil. Mitte November war es dann wieder soweit, denn in der Polizeischule in Amriswil fand die 14. Veranstaltung dieser Art statt. 

Nach der schon traditionellen Begrüßung durch Alexander Hanselmann, dem Präsidenten dieser Region, konnten die fünf angereisten Esslinger Anke Lißner, Patricia Wank, Michael Müller, Erich Stiedl und Helmut Wurster in kurzweiligen Vorträgen Wissenswertes zunächst über die Bergung eines abgestürzten Kleinflugzeuges aus dem Bodensee erfahren; im Anschluss wurde dann über die Zusammenarbeit einer schweizerischen Kantonalbank mit der Polizei berichtet. Schließlich lauschten sie den Ausführungen des Berner Kriegsfotografen Alex Kühni, der Mitte April nach Kiew gereist ist und dort Zeuge des ukrainischen Widerstandsgeistes und des unvorstellbaren Leids geworden ist.

Neben dem schon üblichen Programmablauf stand natürlich auch die Wiedersehensfreude zu den Organisatoren um Präsi Alex im Vordergrund.

Schließlich konnten die Schwaben nach dem gemeinsamen Mittagessen am Ende der Veranstaltung wieder ihre mehrstündige Heimreise antreten. Der Dank gebührt schließlich einmal mehr Alexander Hanselmann und seinem IPA-Team für die vorzügliche Organisation dieses Events.

Auf dem Foto von links: Manfred Blaser, Bereichsleiter für Planung und Technik an dieser Polizeischule, Präsi Alex und die Schwaben Erich, Anke, Michael, Patricia und Helmut.

IPA machte es möglich: Prager Kormorane besuchten ihre Wapokollegen in Potsdam

von Helmut Wurster

Seit Monaten standen in diesen Corona-Zeiten die IPA-Freunde Thomas Loschek, Landesgruppenleiter der IPA Brandenburg sowie Leiter der Wasserschutzpolizei des gleichnamigen Bundeslandes und der Esslinger Verbindungsstellenleiter in Kontakt, um einen Besuch von Prager Kormoranen bei ihren Kollegen in Potsdam zu organisieren.

Anfang November hatte es endlich geklappt und so fuhren die drei Kormorane Jirka Šelemba, Petr Šumšal und Jan Tykal in die brandenburgische Hauptstadt, wo sie sich zunächst mit ihren schwäbischen IPA-Betreuern Erich Stiedl und Helmut Wurster getroffen hatten. Die Wiedersehensfreude war einmal mehr riesengroß.

Anschließend wurden die fünf Gäste in Brandenburg von Thomas sehr herzlich begrüßt.

Bei einem gemeinsamen Abendessen, an dem auch IPA-Freund Manfred Rupprecht, Leiter der Verbindungsstelle Potsdam teilgenommen hatte, wurde dann der Ablauf für die beiden folgenden Besuchstage besprochen.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung der etwa 185000-Einwohner-Stadt Potsdam auf dem Programm. Manfred, selbst lizensierter Stadtführer, nahm sich den Gästen aus Böhmen und Schwaben an und zeigte diesen im Rahmen einer sehr kurzweilig gestalteten Stadtführung nicht nur sein Potsdam, sondern auch das Potsdam der preußischen Könige. Am Nachmittag war diese zu Ende und alle Beteiligten konnten sich nun bei Manfred für diese tolle „geistige Erfrischung“ bedanken. Chapeau, lieber Manfred.

Am zweiten Besuchstag wurde Polizei groß geschrieben. Nach der Begrüßung durch Thomas auf dem Areal der Wasserschutzpolizei konnten die Gäste vieles über diesen Standort und die vorhandene Bootstechnik erfahren. Besonderes Interesse zeigten sie dabei an den Taucherausrüstungen, welche eine anwesende Tauchergruppe den Gästen präsentiert hatte. Außerdem konnten sie noch zwei Bootsfahrten, eine mit einem Schnellboot des SEK Brandenburg sowie eine mit dem Mehrzweckschiff WSP 1 so richtig genießen.

Nach Abschluss dieser Besichtigung bedankten sich die Gäste bei Thomas, der dieses tolle Programm zusammengestellt hatte sowie bei allen beteiligten Kollegen.   

Am Nachmittag stand der Besuch der Reiterstaffel der Bundespolizei in Stahnsdorf auf dem Programm. IPA-Freund Manfred hatte dieses Event seit langem für seine Verbindungsstelle organisiert und so konnten die Gäste aus Prag und Esslingen ebenfalls daran teilnehmen. Dabei hatten sie die Gelegenheit, Wissenswertes in Theorie und Praxis über diesen polizeilichen Sonderdienst von der Leiterin dieser Reiterstaffel, IPA-Freundin Kathrin Bahn, zu erfahren.

Am darauffolgenden Tag hieß es wieder Abschied nehmen und die Besucher kamen mit vielen neuen Eindrücken zuhause an.

Nochmals vielen Dank den beiden IPA-Freunden Thomas Loschek und Manfred Rupprecht für dieses bestens organisierte „servo per amikeco“.

Anmerkung:

Und das war sie, die 5. Wie-du-mir-so-ich-dir-Aktion oder auch oko za oko der IPA Esslingen i. S. Unterstützung der Kormorane aus Prag.

Den eifrigen NL-Lesern sind solche Aktionen bereits ein Begriff, denn seit 2016 besteht zwischen den Kormoranen und den Schwaben vom Neckarstrand eine besondere freundschaftliche Beziehung. Und diese Beziehung hat es auch möglich gemacht, dass „fremde“ IPA-Verbindungsstellen, welche von den beiden Schwaben Erich Stiedl und Helmut Wurster durch die Goldene Stadt geführt wurden, ebenso die Möglichkeit erhielten, diese Polizeieinheit zu besichtigen. Und eine Fahrt mit einem Polizeiboot auf der Moldau bildete stets das Highlight dieses Besuches. Mittlerweile haben nicht nur Schwaben, Ruhrpottler, Bayern und Hessen, sondern auch Ostschweizer und Katalanen von diesem böhmisch-schwäbischen Angebot Gebrauch gemacht.

Im Gegenzug konnten die Prager bereits viermal über ihren böhmischen Tellerrand am Neckar, am Rhein und zweimal am Bodensee in BW und in der Schweiz hinausschauen. Und für das Jahr 2023 ist ein Besuch bei der bayerischen Wasserschutzpolizei geplant, während IPA-Freunde aus Wiesbaden und Tarragona bereits einen Besuch der Goldenen Stadt im kommenden Jahr planen.

An dieser Stelle gilt selbstverständlich der besondere Dank allen Verantwortlichen der Stadtpolizei von Prag für dieses nicht alltägliche „servo per amikeco“.  

IPA-Freund Dieter Barth erhält Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Sektion

von Helmut Wurster

Ende Oktober fand in Regensburg die Bundesvorstandssitzung mit Beteiligung unseres Esslinger IPA-Freundes Dieter Barth statt. Dort übertrug ihm der Präsident der Deutschen Sektion Oliver Hoffmann die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Sektion. In seiner Laudatio hob er die wegweisende baden-württembergische Arbeit während seiner 13 jährigen Bundesvorstandstätigkeit hervor und nannte unter anderem die engagierte Mitgliedergewinnung sowie die Teilnahme an verschiedenen Kommissionen.

Im Gegenzug betonte der Esslinger dies als eine Teamleistung und bedankte sich mit dem Hinweis, dass er sich besonders über jeweils motivierte Nachfolger sowohl in der Verbindungsstellen- als auch in der Landesgruppenleitung gefreut habe. Schließlich, so Dieter Barth weiter, sei nur so dieser internationale Polizeifreundschaftsverein zukunftsfähig zu gestalten.

Wiedersehensfreude mit IPA-Freunden in Katalonien

von Helmut Wurster

……..im August in Tarragona:

Während meines vierwöchigen Aufenthaltes in Katalonien stand natürlich auch der Besuch von Anton Casas, Präsident der IPA-Region von Tarragona auf dem Programm, denn die beiden IPA-Freunde kennen sich seit mehr als 15 Jahren. In mehreren Treffen wurde viel über die IPA gesprochen. Erinnerungen an meine Teilnahme bei der Feier anlässlich des 25jährigen Bestehens seiner IPA im Jahr 2019 wurden wach. Und auch in diesem Jahr kam die Frage auf, wann die Schwaben den Katalanen einen Besuch abstatten werden. Schließlich übergab mir Anton zwei T-Shirts der IPA Tarragona, wobei eines seinen Platz im Schrank unseres Ehrenbeisitzers gefunden hat.

…….. im September in Olot:

Am katalanischen Nationalfeiertag feierte Vizepräsident der IPA-Region von Girona, Blai Ortiz, seinen 60. Geburtstag. Dieses besondere Ereignis war für mich selbstverständlich Grund genug, meinen Aufenthaltsort an der Costa Daurada in das Pyrenäenvorland um die katalanische Stadt Olot zu verlegen.

IPA-Freund Blai Ortiz, der seit Jahren das Polizeirevier der katalanischen Regionalpolizei in Olot leitet, freute sich ganz besonders über diese „servo-per-amikeco-Überraschung“ aus dem Schwabenland.

…..… im September in Barcelona:

In diesem Jahr stand erneut der Besuch der Generaldirektion der katalanischen Regionalpolizei, Mossos d’Esquadra, auf meinem  Programmzettel. Diese Dienststelle in Barcelona, die u. a. für die internationalen Beziehungen dieser Polizei zuständig ist, ermöglichte nämlich nach 2021 zum zweiten Mal die Durchführung der Hospitation einer IPA-Freundin und Studentin an der Hochschule für Polizei B-W. Und so konnte ich mich bei einem vereinbarten Treffen in der katalanischen Metropole zum zweiten Mal persönlich bei den Verantwortlichen mit einem „moltes gràcies per tot“ recht herzlich bedanken.      

Das Foto zeigt von links, Josep Codina i Freixa, den Leiter dieser Generaldirektion, Tere Comellas, zuständig für die Bearbeitung von Hospitationen sowie Àngels Bosch, die stellvertretende Leiterin dieser Dienststelle.

Friuli Doc 2022

von Thomas Hepler

Die IPA-Verbindungsstelle Udine sprach für das große Fest der Stadt Udine vom 08.–11.09.2022 eine europaweite Einladung aus.

Das Stadtfest, welches nur alle zwei Jahre stattfindet, ist weit über die Grenzen der Region Friuli und Italien bekannt.

Die Einladung nahmen insgesamt 12 europäische Nationen an. Deutschland wurde unter anderem von unserer Verbindungsstelle vertreten.

Unsere vierköpfige Delegation, bestehend aus Michaela Malaschitz, Evi Hepler, Erich Stiedl und mir, wurde wie immer von Gianfranco und seinem Team bereits bei der Ankunft im Hotel herzlichst begrüßt. Anschließend trafen sich alle teilnehmenden Nationen zu einem gemeinsamen Abendessen.

Am Samstagvormittag wurden die Gäste zunächst durch den Leiter der Stadtpolizei von Udine, Eros del Longo, in der Präfektur begrüßt und es wurden wie bei der IPA üblich Gastgeschenke ausgetauscht. Im Anschluss begaben sich die Delegationen zu Fuß zum Rathaus.

Dort wurden wir vom stellvertretenden Bürgermeister empfangen. Gemeinsam ging es dann ebenfalls zu Fuß hoch zum Castello von Udine. In dem dortigen Restaurant wurden mit Vertretern der Polizia di Stato, Carabinieri und Guardia di Finanza ein gemeinsames nationales Mittagsessen eingenommen. Der späte Nachmittag stand dann zur freien Verfügung und man hatte unter anderem die Möglichkeit das Stadtfest zu besuchen und einzukaufen. Am Abend traf man sich wieder und bis spät in der Nacht schloss man neue IPA-Freundschaften bzw. vertiefte die bisherigen.

Bevor am Sonntag die weite Heimfahrt angetreten wurde, verabschiedete sich Gianfranco und sein Team mit einem Proseccoempfang und alle Teilnehmer bedankten sich für das tolle Wochenende.

Auch für Anne Hustoles und Martin Paulus von der IPA-Verbindungsstelle Esslingen ist Ukrainehilfe kein Fremdwort

von Anne Hustoles und Martin Paulus

Mit Beginn des Krieges gab es einen Aufruf der IPA Deutsche Sektion bezüglich der Hilfe für das von Russland überfallene Ukraine. IPA-Freundin Anne Hustoles und ihre Familie aus Nürtingen hatten soeben die Renovierung einer Wohnung abgeschlossen. Zur selben Zeit war der Vater von Anne schwer erkrankt und verstarb. Der Wunsch von Anne’s Vater war, dass diese Wohnung für eine ukrainische Polizistenfamilie zur Verfügung gestellt werden soll. 

Daraufhin kontaktierte sie Philipp Kurz, Vizepräsident der IPA Deutsche Sektion und wenig später erhielt sie die Information, dass es eine entsprechende Familie aus der Ukraine geben würde.

Schließlich kam der Stein ins Rollen und eine vierköpfige Familie, bestehend aus Mikhail 51, Elena 50, Milovan 25 und Victoria  85 Jahre, konnte direkt ohne Zwischenstopp einziehen.

Allerdings war die Wohnung lediglich teilmöbliert.

IPA-Freund Martin Paulus reagierte nun sofort auf den Aufruf der IPA Esslingen und stellte eine Anfrage in einem internen Marktplatz Chat seiner christlichen Freikirche in Esslingen ein. Prompt bekam er eine Antwort. Eine Frau, die erst kürzlich geheiratet hatte, wollte ihre Möbel eigentlich verkaufen, aber sie schenkte sie nun dieser ukrainischen Familie.

Zusammen mit zwei Freunden, ebenfalls aus der Kirchengemeinde, organisierte Martin ein Transportfahrzeug und brachte die Möbel von Esslingen nach Nürtingen. Die sichtlich gerührten Leute waren fassungslos über die Großzügigkeit und die prompte Hilfe. Es waren hochwertige Möbel, ein Ehebett, Sofa, Tisch und Stühle und einiges an Geschirr. Aus Dankbarkeit wurde Martin Paulus ein Abzeichen der IPA Ukraine überreicht.

 Mikhail ist anschließend wieder an die polnische Grenze gefahren, um den IPA-Freunden dort mit Hilfsgütern und weiteren Flüchtenden zu helfen.

IPA Esslingen meets police of Gambia

von unserem IPA-Freund Michael Müller

Seit dem Jahr 2018 besteht zwischen dem westafrikanischen Staat Gambia und Baden-Württemberg ein polizeiliches Aufbauprojekt.
In diesem Zusammenhang befand ich mich bereits zum 4. Mal im Auslandseinsatz in Gambia als Trainer der HfPol BW, Institutsbereich Polizeiliche Auslandseinsätze Böblingen, und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Das Thema des aktuellen Seminars, welches mit 22 Teilnehmern stattfand, lautete „Investigating and Preventing Sexual and Gender Based Violence“.
Nach Abschluss des Seminars war auch der Leiter der Kriminalpolizei von Gambia, Herr AIG (Assistance Inspector General) Demba SOWE, zugegen. Herr SOWE händigte den Teilnehmenden ihre Zertifikate aus.
Im Anschluss konnte ich ihm eine IPA-Tasse meiner Verbindungstelle Esslingen überreichen. Und vielleicht war dies der erste Schritt für Gambia in Richtung Mitgliedschaft in unserer IPA-Familie.

Esslinger IPA-Biker beim Motorradtreffen in Villa Santina

Seit zehn Jahren nehmen die Esslinger IPA-Biker am Europäischen Motorradtreffen in Villa Santina teil, welches von den Freunden der Verbindungsstelle Udine unter der Leitung von Gianfranco Canci stets bestens organisiert wird. Villa Santina, eine etwa 2200-Seelen-Gemeinde in der Region Friaul-Julisch Venetien, liegt 40 Kilometer nordwestlich von Udine.

Und dieses Jahr war es endlich wieder soweit. Nachdem die Motorradfreunde zwei Jahre lang von Corona ausgebremst wurden, konnten nun sechs Schwaben Mitte Juni ihre Reise zu ihren friaulischen Freunden antreten, nämlich Elisabeth Deininger, Michael Bantle,  Gundram Lottmann, Helmut Wurster, Hartmut Sklar und Erich Lindenmaier.

Die Teilnehmer hatten dabei unterschiedliche Anfahrtsrouten nach Friaul gewählt, wobei sich die IPA-Freunde Michael Bantle und Helmut Wurster mit ihren tschechischen Bikerfreunden aus Prag in der Nähe von Salzburg getroffen haben, um am nächsten Tag gemeinsam ihre Fahrt in Richtung Zielort fortzusetzen. Schließlich trafen alle Teilnehmer im Vereinsheim der Alpinisti in Villa Santina ein, wo sie nicht nur von Gianfranco Canci und seinem Team, sondern auch von den mittlerweile eingetroffenen Bikern aus den anderen Regionen herzlichst begrüßt wurden.

Am nächsten Morgen fand die traditionelle Samstagsausfahrt statt, an der in diesem Jahr etwa 50 Teilnehmer aus vier Nationen teilgenommen haben. Mit dabei waren ebenso zwei Kradfahrer der Stadtpolizei von Udine, welche glücklicherweise bei dieser kurvenreichen Strecke den Kopf der Gruppe gebildet hatten. Bei strahlend blauem Himmel ging es nun in den Norden der Region Friaul, wobei die Teilnehmer nach zwei Boxenstopps ein vorzügliches Mittagessen in einem Restaurant bei Tarvisio genießen konnten. Nach dieser Mittagspause traten die Biker, die an diesem Tag eine Gesamtstrecke von etwa 160 km zurückgelegt hatten, wieder ihre Rückfahrt nach Villa Santina an.

Nach dem Abendessen, das wie immer in diesem Vereinsheim eingenommen und stets von den Angehörigen der Alpinisti bestens zubereitet wurde, erfolgte in geselliger Runde der Austausch von Gastgeschenken, ehe dann das Nachtquartier bezogen wurde.

Am darauffolgenden Tag hieß es wieder Abschied nehmen. Mit einem „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr“ verabschiedeten sich Organisatoren und Biker und traten die Heimreise an, die die Schwaben wieder individuell gestaltet haben.

Während es einige noch zum Adriatischen Meer hingezogen hatte, wählte Helmut Wurster für seine Rückfahrt ins Ländle eine besondere Strecke aus, denn er konnte zum ersten Mal mit seiner Bayrischen die Großglockner Hochalpenstraße genießen und kam nach seinem über 600 km langen Tagesritt wieder „xond en Oberessleng“ an.  

Ukraine – auch die Familie des Esslinger IPA-Freundes Michael „Icke“ Bromber hilft

Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine waren meine Frau und ich wie jeder freiheitsliebende Mensch geschockt, sprachlos und fanden keine passenden Worte für die verheerenden Ereignisse.

Sofort sagten wir uns, da müssen wir uns unbedingt im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten einbringen. Wir haben im unserem Haus eine separate Einliegerwohnung mit 2 Zimmern. Wir richteten die Wohnung mit Hilfe vieler Kollegen voll möbliert ein und boten sie der Stadt, wie auch der katholischen Kirche Nürtingen an.

Über die Kirche entstand dann der Kontakt zu den Flüchtlingen. Eine entfernte Verwandte schaute sich zunächst die Wohnung an, war völlig begeistert. Sofort holte sie ihre in Hessen „gestrandeten“ Verwandten zu uns. 2 Tage später, es war er 11. April zogen dann Olena, 46 Jahre mit ihrer Tochter Alina, 24 Jahre, bei uns ein.

Beide Frauen sind aus Kiew, mussten eine Woche in ihrem Hochhaus im Keller verbringen und flüchteten dann über Slowenien nach Deutschland, wo sie bei Kassel in einer großen Wohnung mit 15 anderen Flüchtlingen 3 Wochen verbrachten und dort auch nur auf dem Boden schlafen konnten.

Die Frauen waren am Anfang völlig in sich gekehrt, aber schon nach drei Tagen war ein Lächeln in ihren Gesichtern zu erkennen. Sie sprechen hier vom Paradies.

Ihre große Sorge betrifft den 76-jährigen Vater bzw. Großvater. Der Mann lebt auch in Kiew und wollte nicht flüchten.